Weinheim.de: Plastik kommt nicht in die Tüte, 13.9.2019

Beim Umwelt- und Klimaschutz darf man nicht nur reden, man muss handeln. In Weinheim an der Bergstraße sogar (einzel)handeln: Die Zweiburgenstadt hat sich rechtzeitig vor dem Weinheimer Herbst mit verkaufsoffenem Sonntag auf den Weg zur plastiktütenfreien Einkaufsstadt gemacht.

In einer konzertierten Aktion hat der Verein „Lebendiges Weinheim“, der in Weinheim den aktiven Einzelhandel vertritt, 10 000 Papiertüten und 1000 mehrfach verwendbare Stofftaschen angeschafft. Die Stadt Weinheim hat die Bestellung mit einer Förderung aus dem kommunalen Klimabudget gefördert.
Zum Weinheimer Herbst wurden die umweltfreundlichen Taschen an die Einzelhändler und an den Bauernmarktverein verteilt – damit sollen alle Plastiktüten aus den Läden der Stadt verbannt sein.
Weinheim kommt damit einem aktuell diskutierten bundesweiten Plastiktütenverbot ganz freiwillig zuvor. „Weinheim ist seiner Zeit voraus“, schmunzelte Oberbürgermeister Manuel Just, der die Idee, die im Rathaus und beim Verein „Lebendiges Weinheim“ geboren wurde, sehr lobte. Es sei wichtig, so der OB, dass die Menschen auf der kommunalen Ebene beim Umwelt- und Klimaschutz vorangehen, denn jeder könne seinen Beitrag dazu leisten. Er freute sich, dass Weinheim mit diesem Angebot nicht nur als umweltfreundliche Stadt, sondern auch Stadt des Wohlfühleinkaufs in der Region auf sich aufmerksam machen kann. Just erinnerte daran, dass sein Bürgermeister-Kollege Dr. Torsten Fetzner bei der „Geburt“ der Idee dabei war. Bei der Umsetzung war das Rathaus-Team stark beteiligt, allen voran Wirtschaftsförderer Jens Stuhrmann und City-Managerin Maria Zimmermann. Das Design der Taschen wurde in der kommunalen Pressestelle von Thomas Fischer entwickelt.
Für den Verein „Lebendiges Weinheim“ stellte am Freitag auf dem Marktplatz der Stellvertretende Vorsitzende Sebastian Kerner das Projekt vor, an dem die Akteure länger als ein Vierteljahr gearbeitet haben, damit bis zum Weinheimer Herbst unter den Burgen auch wirklich kein Plastik mehr in die Tüte kommt. Rund 200 Geschäfte in Weinheim wollen nun auf Plastiktüten komplett verzichten. Auch die Gäste aus der französischen Partnerstadt Cavaillon werden beim Provencemarkt ihre Waren bereits in Weinheim-Tüten verpacken. Ebenso gibt es am Samstag beim bekannten Weinheimer Bauernmarkt nur noch Papier und Stoff. Judith Schmitt-Schröder vom Bauernmarktverein bekräftigte, dass der allsamstägliche Bauernmarkt mit seinem regionalen Konzept ohnehin für nachhaltiges Einkaufen steht. Deshalb sei man ganz natürlich dabei.
Der Verein „Lebendiges Weinheim“ hat Tüten und Taschen in reichlicher Menge angeschafft, so dass sich noch weitere Einzelhändler melden können. Auf den Tüten und Taschen ist neben den Akteuren auch das Stichwort „Kleinstadtperlen“ vermerkt, zu denen Weinheim in Baden-Württemberg gehört.

Wirtschaftsmagazin Econo Rhein-Neckar / Standortportrait Weinheim, 7.12.2018

Econo 5 2018 Standortportrait Weinheim

Unsere Kinowerbung

Wir fahren Bahn


Im Sommer 2017 war unsere Bahn mit Einkaufen-in-Weinheim-Werbung beklebt. Mit dieser Aktion konnten wir eine größere Aufmerksamkeit in und um Weinheim bewirken und vor allem auch BesucherInnen von Einkaufszentren außerhalb von Weinheim erreichen.
Wir sind gespannt auf die Resonanz.

Erste positive Bilanz der Online-Plattform des Weinheimer Einzelhandels – Bewerbung für den Marketing-Preis Rhein-Neckar, Oktober 2016


Weinheim.
Wenn am 26. Oktober in Mannheim zum sechsten Mal der Marketing-Preis der Metropolregion Rhein-Neckar vergeben wird, mischt erstmals auch ein Weinheimer Projekt mit. Die Internet-Agentur „42 Medien“ hat sich mit der Online-Plattform des Weinheimer Einzelhandels beworben: www.einkaufen-in-weinheim.de.

Nach einer ersten Zwischenbilanz des Projektes, die jetzt Marco Ripanti und Miriam Godau von „42 Medien“ gemeinsam mit der Stadt, dem City-Management und dem Verein „Lebendiges Weinheim“ gezogen haben, können die Weinheimer selbstbewusst ins Rennen gehen. Die Auswertungen nach dem ersten Vierteljahr sind sehr vielversprechend – die Ideengeber sehen Weinheim auf dem richtigen Weg.

Online recherchieren, was es – ganz real und Auge in Auge mit dem Einzelhändler – zu kaufen gibt – das ist viel leichter, seit es die Online-Plattform des Weinheimer Einzelhandels gibt. Am 18. Juli ging sie online. Das Gemeinschaftsprojekt des Vereins „Lebendiges Weinheim“, des Stadt- und Tourismusmarketings und der kommunalen Wirtschaftsförderung wird auf der Internetseite www.einkaufen-in-weinheim.de gebündelt.

Das Konzept geht auf, so lautet die erste Zwischenbilanz. Die Zugriffszahlen sind stark steigend. Mittlerweile besuchen im Schnitt rund 580 Personen pro Tag die Seite, insgesamt sind es rund 2500 Seitenaufrufe täglich. Und es werden circa 170 konkrete Suchanfragen pro Tag gestellt. Interessant ist die Verteilung – denn „Woinem“ liegt bei den Mannheimern vorne. Die Einwohner der Quadratestadt machen im Schnitt 20 Prozent der Nutzer aus, knapp gefolgt von den Weinheimern (18,8 Prozent). Heidelberger sind es immerhin noch 7 Prozent, Frankfurter 3 Prozent.
„Die Seite wächst und lernt täglich dazu“, weiß auch City-Managerin Maria Zimmermann. 12 000 Suchbegriffe (von der Angel bis zum Zip-Verschluss) sind verfügbar. Das System merkt sich aber auch jeden Suchbegriff, der negativ beantwortet wurde. Meistens sind es unterschiedliche Begrifflichkeiten. Anfangs fand man zum Beispiel merkwürdigerweise keine Schlafanzüge im Angebot – die Fachgeschäfte hatten sie unter „Nachtwäsche“ eingegeben. „An solchen Übersetzungen arbeiten wir täglich“, schmunzelt Internet-Experte Ripanti. So wächst die Zahl und Bandbreite der Suchbegriffe ständig.

Bei der Eingabe eines Suchbegriffes wird im Hintergrund das Angebot von allen gelisteten Einzelhändlern nach dem Gesuchten durchforstet. Die Suchfunktion berücksichtigt neben den Produkten und Marken auch Adressen und Branchen der jeweiligen Geschäfte. „Für uns ist das auch eine Frage von Verlässlichkeit und persönlicher Kundenbindung“, beschreibt Silvia Mayer, die beim Verein „Lebendiges Weinheim“ für das Projekt verantwortlich ist.

Auch sie zieht nach sechs Wochen ein erstes positives Fazit: „Der Weinheimer Einzelhandel schlägt einen guten Weg ein, sich den Amazons dieser Welt entgegen zu stellen“, findet sie heute noch überzeugter als am Anfang des Projektes.
„Ich freue mich, dass wir ein Instrument haben, dass sich durch die Suchanfragen der Kunden stetig weiter entwickelt“, beschreibt Silvia Mayer. Sie hat auch einschlägige Erfahrungen für ihre eigene Buchhandlung Schäffner in der Fußgängerzone gemacht, seitdem Weinheim online neue Seiten aufschlägt. Sie sagt: „ Es kommen jetzt deutlich mehr Anfragen über die Webseite von Kunden, mit denen wir vorher nicht im Kontakt standen. Ihr Fazit: „Erstes Etappenziele erfüllt.“ Auch die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen habe sich für die teilnehmenden Geschäfte messbar verbessert.
Geschäfte, die auf Einkaufen-in-Weinheim.de gelistet werden möchten, können sich an den Verein Lebendiges Weinheim wenden unter info@lebendiges-weinheim.de

Der Radiobeitrag des SWR zum Launch der Plattform, Juli 2016