„Woinem“ liegt bei „Monnem“ vorne

„Woinem“ liegt bei „Monnem“ vorne

Erste positive Bilanz der Online-Plattform des Weinheimer Einzelhandels – Bewerbung für den Marketing-Preis Rhein-Neckar

Weinheim.
Wenn am 26. Oktober in Mannheim zum sechsten Mal der Marketing-Preis der Metropolregion Rhein-Neckar vergeben wird, mischt erstmals auch ein Weinheimer Projekt mit. Die Internet-Agentur „42 Medien“ hat sich mit der Online-Plattform des Weinheimer Einzelhandels beworben: www.einkaufen-in-weinheim.de.

Nach einer ersten Zwischenbilanz des Projektes, die jetzt Marco Ripanti und Miriam Godau von „42 Medien“ gemeinsam mit der Stadt, dem City-Management und dem Verein „Lebendiges Weinheim“ gezogen haben, können die Weinheimer selbstbewusst ins Rennen gehen. Die Auswertungen nach dem ersten Vierteljahr sind sehr vielversprechend – die Ideengeber sehen Weinheim auf dem richtigen Weg.

Online recherchieren, was es – ganz real und Auge in Auge mit dem Einzelhändler – zu kaufen gibt – das ist viel leichter, seit es die Online-Plattform des Weinheimer Einzelhandels gibt. Am 18. Juli ging sie online. Das Gemeinschaftsprojekt des Vereins „Lebendiges Weinheim“, des Stadt- und Tourismusmarketings und der kommunalen Wirtschaftsförderung wird auf der Internetseite www.einkaufen-in-weinheim.de gebündelt.

Das Konzept geht auf, so lautet die erste Zwischenbilanz. Die Zugriffszahlen sind stark steigend. Mittlerweile besuchen im Schnitt rund 580 Personen pro Tag die Seite, insgesamt sind es rund 2500 Seitenaufrufe täglich. Und es werden circa 170 konkrete Suchanfragen pro Tag gestellt. Interessant ist die Verteilung – denn „Woinem“ liegt bei den Mannheimern vorne. Die Einwohner der Quadratestadt machen im Schnitt 20 Prozent der Nutzer aus, knapp gefolgt von den Weinheimern (18,8 Prozent). Heidelberger sind es immerhin noch 7 Prozent, Frankfurter 3 Prozent.
„Die Seite wächst und lernt täglich dazu“, weiß auch City-Managerin Maria Zimmermann. 12 000 Suchbegriffe (von der Angel bis zum Zip-Verschluss) sind verfügbar. Das System merkt sich aber auch jeden Suchbegriff, der negativ beantwortet wurde. Meistens sind es unterschiedliche Begrifflichkeiten. Anfangs fand man zum Beispiel merkwürdigerweise keine Schlafanzüge im Angebot – die Fachgeschäfte hatten sie unter „Nachtwäsche“ eingegeben. „An solchen Übersetzungen arbeiten wir täglich“, schmunzelt Internet-Experte Ripanti. So wächst die Zahl und Bandbreite der Suchbegriffe ständig.

Bei der Eingabe eines Suchbegriffes wird im Hintergrund das Angebot von allen gelisteten Einzelhändlern nach dem Gesuchten durchforstet. Die Suchfunktion berücksichtigt neben den Produkten und Marken auch Adressen und Branchen der jeweiligen Geschäfte. „Für uns ist das auch eine Frage von Verlässlichkeit und persönlicher Kundenbindung“, beschreibt Silvia Mayer, die beim Verein „Lebendiges Weinheim“ für das Projekt verantwortlich ist.

Auch sie zieht nach sechs Wochen ein erstes positives Fazit: „Der Weinheimer Einzelhandel schlägt einen guten Weg ein, sich den Amazons dieser Welt entgegen zu stellen“, findet sie heute noch überzeugter als am Anfang des Projektes.
„Ich freue mich, dass wir ein Instrument haben, dass sich durch die Suchanfragen der Kunden stetig weiter entwickelt“, beschreibt Silvia Mayer. Sie hat auch einschlägige Erfahrungen für ihre eigene Buchhandlung Schäffner in der Fußgängerzone gemacht, seitdem Weinheim online neue Seiten aufschlägt. Sie sagt: „ Es kommen jetzt deutlich mehr Anfragen über die Webseite von Kunden, mit denen wir vorher nicht im Kontakt standen. Ihr Fazit: „Erstes Etappenziele erfüllt.“ Auch die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen habe sich für die teilnehmenden Geschäfte messbar verbessert.
Geschäfte, die auf Einkaufen-in-Weinheim.de gelistet werden möchten, können sich an den Verein Lebendiges Weinheim wenden unter info@lebendiges-weinheim.de